Sonntag, 17. Januar 2010

Berlin



Anfang Januar besuchte ich Berlin. Zum ersten Mal in meinem Leben betrat ich diese Stadt, von der ich schon allerlei gehört hatte. Viel hat sich hier zugetragen, Menschen haben hier Geschichte geschrieben. Und ich wagte mich hinein.
Schnee peitschte uns entgegen als wir den Flughafen Tegel verliessen. Ein winterliches Berlin erwartete uns. Weiss, kalt und geheimnisvoll. Sobald ich den warmen Bus verliess, kroch die Kälte in mir hoch, die Finger wurden starr, ich begann zu zittern. War es nur die Kälte? Noch mehr als das Wetter nagte die Geschichte an mir. Als ich im Schneegestöber das Brandenburger Tor erblickte, sah ich in Gedanken einen Kaiser mit Kutsche unten durchfahren, Männer eine Fahne runter werfen, ich sah, wie eine Mauer rundherum gebaut wurde. Geschichte prasselte auf mich ein und drückte mich fast zu Boden. Doch ich sah auch Hoffnung in dieser Stadt; in den Augen einer jungen Künstlerin, die für ein paar wenige Euro ihre selbstentworfenen Taschen an einem Flohmarkt verkaufte. Menschen die sich aus der Kälte in eine volle Halle zwängten, Freunde trafen und sich einen Sonntagnachmittag vergnügten. Eine Stadt voller Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Am Abend, wenn es Dunkel wurde, konnte man hie und da in einem Fenster Menschen erkennen. Und ich machte mir Gedanken, wie sie wohl leben würden. Oft war nur ein heller Schein zu sehen ohne was erkennen zu können. Das erinnerte mich an eines meiner Lieblingsbücher von Walter Benjamin. Auch er beschrieb die Fenster des winterlichen Berlins seiner Kindheit. Hier ein Aussschnitt aus "Winterabend":

Manchmal nahm mich an Winterabenden meine Mutter zum Kaufmann mit. Es war ein dunkles, unbekanntes Berlin, das sich im Gaslicht vor mir ausbreitete. Wir blieben im alten Westen, dessen Strassenzüge einträchtiger und anspruchsloser waren als die später bevorzugten. Die Erker und Säulen gewahrte man nicht mehr deutlich, und in die Fassaden war Licht getreten. Lag es an den Mullgardinen, den Stores oder dem Gasstrumpf unter der Hängelampe - das Licht verriet von den erleuchteten Zimmern wenig. Es hatte nur mit sich selbst zu tun. Es zog mich an und machte mich nachdenklich. Das tut es in der Erinnerung heute noch.
Walter Benjamin, "Berliner Kindheit um neunzehnhundert"

Sonntag, 3. Januar 2010



Von Herzen ein gutes neues Jahr!

Ein neuer Tag beginnt
Es fängt von vorne an
Ich lasse es hinter mir
Lass los, was ich nicht ändern kann

Ein neuer Tag beginnt
Ein Tag wie frischer Schnee
Ich hab noch nichts kaputt gemacht
Ich geh'

Ich werde sein wie Glas
Sein wie Teflon
Alles wird
der Himmel wird schon hell, hell, hell
Ich stehe ganz allein
Ich gehe über neu gestellte Weichen
Über Zäune
Über Leichen
Über Los, los, los
Ich gehe ganz allein

Ein neuer Tag
Ein neuer Plan
Ein neues Ziel
lalala
Ich fang' an!
Ein neuer Start
Ein neuer Plan
Ein neues Spiel
lalala
Wir fangen ganz von vorne an
Wir fangen ganz von vorne an

Ein neuer Lauf beginnt
Wohin ist mir nicht klar
Die Zeichen stehen auf Sturm
Und die Ferne ist zum greifen nah
Der letzte Atemzug
Ist viel zu lange her
Und was mich unten hält
Will ich nicht mehr

Ich werde sein wie Glas
Sein wie Teflon
Alles wird
der Himmel wird schon hell, hell, hell
Ich stehe ganz allein
Ich gehe über neu gestellte Weichen
Über Zäune
Über Leichen
Über Los, los, los
Ich gehe ganz allein

Ein neuer Tag
Ein neuer Plan
Ein neues Ziel
lalala
Ich fang' an!
Ein neuer Start
Ein neuer Plan
Ein neues Spiel
lalala
Wir fangen ganz von vorne an
Wir fangen ganz von vorne an
Wir fangen ganz von vorne an
Ein brandneuer Tag
Ganz von vorne an
Ein brandneuer Tag

Ganz von vorne an


Songtext von Juli: Ein neuer Tag




Sonntag, 13. Dezember 2009

Jahresabschlussparty





DAS Ereignis des Dezembers ist vorbei! - Nein, nicht die Weihnachten und auch nicht Silvester: unsere Jahresabschlussparty des Jugendtreffs.
Mit 26 Mitarbeitern und mitwirkenden Künstlern und Künstle
rinnen, 101 Gästen und einer super Stimmung während der Talentshow und dem Hiphop-Konzert ist dieser grosse Event über die Bühne ge
gangen. Für mich bedeutet ein solcher Anlass immer viel Arbeit, x Telefonate, Sms, E-Mails, viele Stunden vor dem PC, einkaufen, putzen, einrichten,...; und am Ende total ko und g
eschafft, freue ich mich, wenn es den Jugendlichen gefallen h
at.
Die Ju
gend von Aarau
rockt! oder eben rapt... :D

Dienstag, 8. Dezember 2009

Adventskalender

Dieses Jahr habe ich mir wieder den Adventskalender "Der andere Advent" gewünscht und tatsächlich auch erhalten. Täglich vom ersten Advent an bis zum Dreikönigstag bekomme ich nun einen Gedankenanstoss geliefert. Der heutige Beitrag hat mir ganz besonders gut gefallen, sodass ich ihn hier veröffentlichen möchte.

Brot am Haken

Ein unscheinbarer Bäckerladen an einer Hamburger Hauptverkehrsstrasse. An Stehtischen wärmen sich Männer Ende 50 an einer Tasse Kaffee. Keine Kundschaft, die erfolgreiche Geschäfte verspricht. Dennoch sind sie willkommen. Kaffee, Kuchen und Brot hängen für sie "am Haken".
"Brot am Haken" heisst die Aktion, die diese Bäckerei so bemerkenswert macht. Wenn ein Kunde Geld übrig hat, zahlt er einen Kaffee, ein Stück Kuchen oder ein Brot mehr, als er haben will. Der Bäcker hängt dafür einen Gutschein an den Haken über der Ladentheke. Den nimmt sich jemand, der wenig Geld hat. Dann bekommt er Backwaren und Heissgetränke kostenlos.
Ursprünglich stammt diese Idee aus Neapel. Dort ist es in den Kaffeebars gang und gäbe, dass Menschen kommen und einen gespendeten Kaffee trinken. In Hamburg scheint das noch Zeit zu brauchen: Zwar hängen viele Gutscheine über der Theke. Doch noch machen die Kunden davon nur zögerlich Gebrauch. Vor allem ältere Menschen scheuen sich davor, ein Brot vom Haken zu nehmen. Ihnen sei ihre Armut wohl peinlich, sagt der Bäcker.
Trotzdem verlassen viele den kleinen Laden mit einem Lächeln. Die einen geben gern.. Einen Kaffee zu spenden, tut dem Geldbeutel nicht weh. Und die Beschenkten freuen sich - auch darüber, dass sie anderen nicht egal sind.

Iris Macke

Montag, 7. Dezember 2009

Endlich ein eigener Blog

Endlich habe ich einen eigenen Blog! Freude und Angst zugleich. Werde ich irgendwas zu schreiben wissen? Mit dem Motto "Wer nichts wagt, gewinnt nicht" oder noch besser "Augen zu und durch" :D starte ich nun diesen Blog.
Zu der Art der Themen kann ich momentan noch nichts sagen. Nur dass es eine Reise durch meine Gedanken sein wird. Ich bin selbst gespannt darauf.
Falls das Mal jemand liest: Danke dir!